Biographie

Psychologische Durchdringung des Textes, vokale Natürlichkeit und Mut zum Risiko - dies sind die Charakteristika von Felix Mischitz künstlerischem Tun, ob als Sänger oder als Gesangspädagoge.

Als gefragter Interpret der Bachschen Kantaten und Oratorien konzertiert er regelmäßig mit Ensembles wie dem Bachchor Hannover, dem Bach Collegium München, den Münchner Bachsolisten, dem Seraphin-Ensemble, der lautten compagney oder dem L’Orfeo Barockorchester unter Dirigenten wie Reinhard Goebel, Christian Kabitz, Christian Rohrbach und Howard Arman. 

Vor seiner freischaffenden Tätigkeit war er von 2021 bis 2024 Ensemblemitglied am Theater für Niedersachsen in Hildesheim.

Ein Höhepunkt dort war die Titelpartie in der Uraufführung von Fredrik Schwenks Werkvervollständigung „Ambleto“. Die Fachzeitschrift „Opernwelt“ schrieb über seine Interpretation: „Besonders berührt dabei tatsächlich Bariton Felix Mischitz, der mit seiner unverdorbenen Kammerstimme wirkt wie ein Sängerschauspieler, wie ein Sänger, der einer legendären Pantomimen-Reisegruppe entflohen ist. Mit seinen großen Augen öffnet er unsere Herzen; wir fühlen ernsthaft mit ihm. Selten erlebt man eine so authentisch vermittelte Fragilität.“

Weitere Opernengagements führten den Bariton ans Theater Aachen (Schaunard in Puccinis „La Bohème“) und ans Theater Hof (Bariton-Solo im szenischen Oratorium „Not the Messiah“).

Mit Vorliebe beschäftigt sich der Bariton auch mit dem klassischen Lied-Repertoire und war bereits mehrfach Gast des Hidalgo Festival München. Gemeinsam mit Künstlerinnen wie Isabel Karajan und Christina Bock widmet er sich genreübergreifenden Lied-Projekten und gastierte 2026 u.a. beim Mattseer Diabelli Sommer.

Die zweite Säule seiner Arbeit ist die Tätigkeit als Gesangspädagoge bei den Regensburger Domspatzen. Grundlage hierfür bildet sein Gesangsstudium an der Universität Mozarteum Salzburg sowie das Gesangspädagogische Zertifikat des Bundesverbandes Deutscher Gesangspädagogen (BDG). Wesentliche Impulse erhält er zudem in der Arbeit mit Hans-Joachim Beyer (Leipzig).